Bundesinnenministerium präsentiert Expertenstudie "Zukunftspfade Digitales Deutschland 2020"
Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, hat heute in Berlin die Expertenstudie "Zukunftspfade Digitales Deutschland 2020" vorgestellt. Die Studie, für die 500 Experten befragt wurden, ist im Auftrag des Bundesinnenministeriums sowie der IT-Beauftragen aus Bayern, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen erstellt worden. Ziel der Untersuchung ist es, Impulse für ein "digitales Deutschland" zu setzen. Gleichzeitig soll der föderale Gedanken gestärkt werden.
"Wir brauchen eine digitale Strategie, um die Chancen der zunehmenden Vernetzung aller Lebensbereiche optimal nutzen zu können", erklärt Staatssekretärin Rogall-Grothe. "Mit Blick auf die beginnende Legislaturperiode im Bund ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Aufgabe und Rolle des Staates bei der Gestaltung der Digitalisierung in einem breiteren Kreis zu erörtern. Die Expertenstudie unterbreitet dazu erste Vorschläge. Unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung wird das Vertrauen in die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnik und den Schutz unserer Daten sein."
Die Studie erfasst und beschreibt nahezu alle gesellschaftspolitisch relevanten Kernbereiche der Digitalisierung. So werden neben den digitalen Trends in Politik und Verwaltung auch die Grundlagenthemen wie Infrastruktur, Souveränität, Sicherheit und Datenschutz beleuchtet. Die digitalen Lebenswelten der Bürger - Verwaltung, Arbeit, Verkehr und Mobilität, Umwelt und Energie, Gesundheit und Kultur - wurden ebenfalls berücksichtigt.
Die befragten Experten sind der Meinung, dass sich der IT-Planungsrat neben den engeren Themen der Verwaltung vor allem zu folgenden drei Themen (Top 3)
der Informationsgesellschaft stärker positionieren sollte: IT - Sicherheit und Datenschutz (74 Prozent), Infrastruktur und Breitband (63 Prozent) sowie Digitale Souveränität (46 Prozent). Im föderalen Kontext sollte der IT-Planungsrat bei der Gestaltung der Digitalisierung eine treibende Rolle als steuernder Moderator, Koordinator und gestaltende Kraft einnehmen.
Zum Thema E-Governement: Laut der aktuellen Studie sind die Einstellungen der Deutschen zu E-Government noch relativ heterogen und reichen vom digitalen E-Government-Pragmatiker bis hin zum -Skeptiker und -Unkundigen. Knapp zwei Drittel der befragten IKT-Experten (63 Prozent) meinen, dass die Verwaltung im Zuge der Weiterentwicklung der fortschreitenden digitalen Möglichkeiten neu "gedacht" werden muss. Vor allem Experten aus der Wirtschaft stimmen dieser Aussage zu (68 Prozent), gefolgt von Experten aus der Verwaltung (62 Prozent).
Die komplette Studie finden Interessierte hier.
Yvonne Wodzak 04.11.2013










