
Mit der Kampagne #DemokratieGestalten möchte die Essener Stadtverwaltung die demokratischen Werte in den eigenen Reihen stärken – Foto: Anna Borisova
Kommunikationsoffensive
Essen sensibilisiert für demokratische Werte
Die Stadt Essen will mit ihrer neuen Kampagne #DemokratieGestalten demokratische Werte wie Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt sichtbar machen und stärken. Im Fokus der Kommunikationsoffensive steht dabei die Verwaltung selbst. Die Mitarbeitenden und Führungskräfte der Stadtverwaltung sollen ermutigt werden, sich im Arbeitsalltag für Demokratie und Vielfalt einzusetzen. Damit knüpft die Kampagne an die Führungsleitlinien der Stadt an, in denen Vielfalt als Stärke hervorgehoben wird.
Mit der Offensive möchte die Stadt Essen ihrer Vorbildfunktion für die Wahrung demokratischer Werte gerecht werden. Zugleich setzt sie damit ein Signal gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Doch die Kampagne wird nicht nur intern, sondern auch extern kommuniziert. Denn die Stadt will sich auch als moderne, engagierte und werteorientierte Arbeitgeberin präsentieren.
Oberbürgermeister Thomas Kufen sagt: "Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie lebt davon, dass wir sie jeden Tag gestalten und verteidigen. Mit der Kampagne #DemokratieGestalten machen wir deutlich: Wir alle tragen Verantwortung, die Werte unseres Grundgesetzes in unserem Arbeitsumfeld und in unserer Stadt mit Leben zu füllen. Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt sind die Grundlage für ein starkes, lebenswertes Essen."
Im Rahmen der Kampagne kommen Postkarten, Poster und digitale Medien zum Einsatz. Die Motive greifen zentrale Werte des Grundgesetzes wie Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde auf. Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung haben zudem die Möglichkeit, an Fortbildungen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, zum Umgang mit Klischees sowie zu "Unconscious Bias", also unbewussten Vorurteilen gegenüber Personen oder Gruppen, teilzunehmen.
In den vergangenen Jahren hat die Stadt Essen ihr demokratisches Engagement zunehmend verstärkt. So stellte das Kommunale Integrationszentrum Essen im November 2023 das Handlungskonzept "Gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Rassismus" vor. Zudem hat sich die Stadt der Charta der Vielfalt verpflichtet. Diese setzt sich für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Im Zuge dessen hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit Akteuren der Stadtgesellschaft die Initiative "Wir alle sind Essen" ins Leben gerufen. Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt an verschiedenen Aktionen wie dem Diversity-Tag oder den "Internationalen Aktionswochen gegen Rassismus".
Sophie-Marie Jahn 27.08.2025










