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Gabriel Feltz hat viele Jahre lang die Dortmunder Konzertlandschaft geprägt. Zuletzt war er in Kiel aktiv – Foto: LH Kiel/Pepe Lange

Nachruf

Deutsche Musiklandschaft trauert um Gabriel Feltz

Der Generalmusikdirektor und Dirigent Gabriel Feltz ist am vergangenen Freitag, dem 29. August 2025, unerwartet verstorben. Er wurde 54 Jahre alt. Feltz war erst zur Saison 2024/25 als Generalmusikdirektor ans Theater Kiel gekommen. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, erklärt: "Mit Gabriel Feltz verlieren wir nicht nur einen herausragenden Dirigenten, sondern auch einen Menschen mit großer Energie. Bereits während seines kurzen Wirkens an der Förde hat er das Philharmonische Orchester auf einen Weg voller neuer Perspektiven gebracht. Seine Begeisterung für Musik hat uns inspiriert. Ich bin tief traurig über diesen plötzlichen Verlust."

Daniel Karasek, Generalintendant des Theaters Kiel, fügt hinzu: "Gabriel Feltz war ein Dirigent mit unerschütterlicher Leidenschaft und außergewöhnlicher Musikalität. Er hatte große Pläne für Kiel, und es ist tragisch, dass er sie nicht mehr umsetzen konnte. Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk und trauern um einen Freund und Kollegen. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen Kindern."

Feltz begann seine Karriere mit Stationen in Lübeck und Bremen. Von 2001 bis 2005 leitete er das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera. Außerdem war er bei den Stuttgarter Philharmonikern tätig. Er arbeitete mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Rundfunkorchestern des NDR, WDR und MDR sowie zahlreichen internationalen Orchestern zusammen. Zwischen 2013 und Juli 2025 leitete er die Dortmunder Philharmoniker in gleicher Position. Neben seiner Tätigkeit in Deutschland war Feltz seit 2017 zudem Chefdirigent der Belgrader Philharmoniker in Serbien. Darüber hinaus realisierte er verschiedene Projekte, darunter den Beethoven-Marathon 2022 in Deutschland und Serbien, und setzte mit Produktionen wie der Oper "Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann oder "Intolleranza 1960" auch Akzente in der zeitgenössischen Kunst.

 

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