Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat als erstes Regierungsmitglied in Deutschland einen Avatar – Foto: Screenshot kulturstaatsminister.de (24.09.2025)
Politische Kommunikation
Kulturstaatsminister Weimar präsentiert eigenen KI-Avatar
Der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM), Wolfram Weimar, setzt in der Kommunikation künftig auf einen KI-gestützten Avatar. Im Kanzleramt präsentierte der Staatsminister den sogenannten Weimatar. "Der 'Weimatar' macht deutlich: KI ist keine ferne Vision, sondern Realität. Wir müssen sie politisch prägen – auf Basis unserer demokratischen Werte", so der Kulturstaatsminister.
Mit der Einführung des KI-Avatars möchte die Bundesregierung zeigen, dass Künstliche Intelligenz nicht nur reguliert, sondern aktiv mitgestaltet wird, und dass Deutschland beim verantwortungsvollen Einsatz von KI eine aktive Rolle spielt. Weimar betont: "Künstliche Intelligenz eröffnet gewaltige Chancen für Kultur, Kreativität und Kommunikation. Zugleich birgt sie Gefahren – Deepfakes, Intransparenz, Desinformation. Der 'Weimatar' steht für eine faire KI, die Kreativität schützt und unsere demokratische Öffentlichkeit stärkt." Der Avatar entstand in Zusammenarbeit mit der europäischen Plattform Synthesia.
Der "Weimatar" erfüllt zwei zentrale Funktionen: Zum einen soll der Avatar die Außenkommunikation unterstützen, indem er schnell und mehrsprachig Stellung beziehen kann. Zum anderen soll er intern innerhalb der BKM-Behörde eingesetzt werden, um beispielsweise Schulungsvideos zu aktualisieren und zu verbreiten.
Ein erstes Video des "Weimatars" ist bereits online. Neben einer kurzen Vorstellung spricht der KI-Weimar darin verschiedene Themen in mehreren Sprachen an. So spricht er auf Chinesisch über die Zensur auf TikTok, kritisiert auf Niederländisch den Boykott des israelischen Dirigenten Lahav Shani in Gent und wirbt auf Polnisch für die Freundschaft zwischen beiden Ländern. Zudem betont er die Zusammenarbeit von ARTE und der Deutschen Welle im Kampf gegen Desinformation. Die Botschaft des Videos lautet: "Wir brauchen mehr als Plattformen – wir brauchen Partner."
Sophie-Marie Jahn 24.09.2025










