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Jonas ist einer der drei Protagonisten der Aufklärungskampagne der Aktion Mensch – Foto: Serviceplan Köln

Aufklärung

Aktion Mensch ermutigt über Mobbing-Erfahrungen zu sprechen

Die Aktion Mensch und die Agentur Serviceplan Köln starten eine gemeinsame Aufklärungskampagne zum Thema Mobbing. Mit dem Claim "Sagt nicht nichts" wollen die Verantwortlichen Mobbing-Erfahrungen sichtbar machen und Betroffene ermutigen, über ihre Erlebnisse zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Der Call-to-Action richtet sich jedoch nicht nur an Betroffene, sondern auch an Angehörige, Freunde und Beobachter:innen.

Laut Serviceplan Köln greift der Slogan "Sagt nicht nichts" einen weitverbreiteten Schutzmechanismus auf. „Viele Betroffene reagieren auf die Frage 'Was ist los?' nur mit einem knappen 'Nichts'. Sie verschweigen ihre Erfahrungen, Gefühle und die Bilder im Kopf, die sie belasten. Die Kampagne macht diese Unsichtbarkeit sichtbar“, so die Agentur. Die Offensive richtet sich insbesondere an junge Menschen. Bei einer Umfrage der Bonner Soziallotterie unter mehr als 2.000 Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren gaben 80 Prozent der von Mobbing betroffenen Jugendlichen an, kaum über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Liselotte Schwenkert, Managing Director Serviceplan Köln, sagt: "Mit dieser Kampagne wollen wir nicht nur Aufmerksamkeit für das Thema Mobbing schaffen, sondern auch echte Gespräche im Alltag anstoßen. Hinter einem scheinbaren 'Nichts' steckt oft eine große Last – unsere kreative Umsetzung soll dazu motivieren, dieses Schweigen zu brechen." Alexa Küddelsmann, Head of Campaign & Content bei der Aktion Mensch, ergänzt: "Seit über 20 Jahren ist die Aktion Mensch der größte nichtstaatliche Förderer für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Mit unserer aktuellen Aufklärungskampagne zum Thema Mobbing möchten wir auf ein Problem aufmerksam machen, das viele Jugendliche belastet – und zum Handeln motivieren."

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die Geschichten von Jonas, Thea und Lara, die zeigen, wie unterschiedlich Mobbing sein kann. In den einzelnen Clips werden unter anderem Einschüchterung durch Gleichaltrige, Hänseleien aufgrund einer Behinderung und Cybermobbing thematisiert. Zudem verweisen die Videos auf Hilfsangebote, wie den Act e.V., einem von Aktion Mensch geförderten Projekt in Berlin, der Jugendliche durch Theatertraining stärkt. Produziert wurden die Clips von Serviceplan MAKE und Stereo Films. Regie führte Ivan Boljat.

Die drei Kurzfilme werden seit Ende September über TV, Digital, Social Media und OOH ausgespielt. Darüber hinaus machen Printmotive mit dem Slogan "Sagt nicht nichts" auf die Aufklärungskampagne aufmerksam. Die Offensive läuft bis Anfang November 2025. Ein zweiter Flight ist für das Frühjahr 2026 geplant.

 

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