ANZEIGE

Das BIÖG, die Deutsche Aids-Stiftung und die Deutsche Aidshilfe weisen in einer aktuellen Kampagne darauf hin, warum der globale Einsatz gegen HIV so wichtig ist - Foto: Deutsche Aidshilfe

Awareness

Kampagne zum Welt-Aids-Tag fordert verbesserte Versorgungsstrukturen

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) – das bis Februar 2025 unter dem Namen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) agierte –, die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) haben den Startschuss für die diesjährige Kampagne zum Welt-AIDS-Tag gegeben. Die Kampagne steht unter dem Motto "Gemeinsam. Gerade jetzt." und soll darauf aufmerksam machen, welche Folgen das nachlassende globale Engagement für die Gesellschaft hat.

Als prominentes Negativbeispiel nennen die Initiatoren die Auflösung der Agentur USAID und die damit verbundenen Kürzungen der USA im Bereich Entwicklungshilfe. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nahm bereits im Juli 2025 dazu Stellung und betonte, dass "der abrupte Rückzug der USA aus der Entwicklungszusammenarbeit bis 2030 bis zu 14 Millionen Menschen das Leben kosten könnte". In Bezug auf das Thema Aids rechnet das BIÖG mit ebenfalls mit einer Verschlimmerung der Situation, denn ihr zufolge könnten aufgrund dieser Einsparungen in den kommenden vier Jahren vier Millionen Menschen sterben und sich sieben Millionen neu infizieren.

Die von der Berliner Agentur Kakoii entwickelte Kampagne "Gemeinsam. Gerade jetzt." ist primär auf Social Media ausgelegt. In erster Linie werden auf Instagram und Facebook diverse Videos ausgespielt, die von der Agentur Time Prints produziert wurden. Begleitend dazu gibt es Innenraumplakate, Info-Flyer und Give-aways zur Unterstützung von Aktionen vor Ort. Ab Ende November 2025 ist zudem geplant, die Kampagne auf Digital-Displays in ausgewählten Städten auszuspielen.

Die fünf Motive enthalten unter anderem Claims wie "Stell dir vor, eine Pandemie bedroht die Welt und die Welt schaut weg" und sollen dazu anregen, sich in die Lage derer zu versetzen, deren Versorgung in Gefahr ist oder die unter Diskriminierung leiden. Sie verweisen auf die Landingpage welt-aids-tag.de, auf der Informationen zur aktuellen Lage in Bezug auf Aids und HIV bereitgestellt werden.

Solidarität wieder in den Fokus

Dr. Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG fordert: "HIV-positive Menschen haben ein Recht auf medizinische Versorgung und ein Leben ohne Stigmatisierung und Diskriminierung." Für ihn sei die Kampagne ein wichtiges Zeichen, um sich solidarisch mit den Betroffenen zu zeigen.

Dem stimmt Stefan Miller vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe zu, der vor einer zunehmenden Spaltung und Abgrenzung warnt. Er erklärt: "Menschen mit HIV dürfen wir nicht alleine lassen. Über Jahrzehnte aufgebaute Versorgungsstrukturen müssen erhalten bleiben – sonst wird sich das weltweit bitter rächen." Deshalb müssten auch hierzulande Prävention, Beratung und Testangebote ausgebaut werden.

Laut Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung, besinnen sich die Kampagneninitiatoren auf den Ursprung des Welt-AIDS-Tags – auf die Solidarität. Sie betont: "Die Welt könnte AIDS bis 2030 beenden – wir haben das Wissen und die Mittel dafür. Jetzt aber müssen wir wieder für das Nötigste kämpfen. Dazu tragen wir an vielen Orten ganz konkret bei."

 

zurück

Anja Lüth 11.11.2025

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace

















Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten