
Nach jahrelangem Engagement in der Politik wechselt Hermann Gröhe in die humanitäre Hilfe – Foto: Willing Holtz/DRK
Vereinsspitze
Hermann Gröhe ist neuer DRK-Präsident
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat einen neuen Präsidenten: Die Bundesversammlung hat Hermann Gröhe einstimmig an die Spitze der Organisation gewählt. Er tritt die Nachfolge von Gerda Hasselfeldt an, die acht Jahre lang Präsidentin war und für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stand. Im Rahmen der Bundesversammlung Ende November 2025 wurde Hasselfeldt zur Ehrenpräsidentin ernannt.
Hans Hartmann, Vorsitzender des DRK-Präsidialrats, erklärt: "Hermann Gröhe bringt in allen unseren Arbeitsfeldern umfassende Kenntnisse mit, sei es zur Wohlfahrts- und Sozialarbeit, zum Bevölkerungsschutz oder zur humanitären Hilfe. Wir sind sehr froh, dass wir ihn für das Amt gewinnen konnten und er sich nun mit vollem Engagement beim DRK einbringt."
Ab sofort leitet Gröhe das ehrenamtlich besetzte Präsidium, das für die strategische Ausrichtung und die Ziele des Verbands zuständig ist und den Vorstand sowie die Verbandsgeschäftsführung verantwortet. Seine Amtszeit beträgt zunächst vier Jahre. Gröhe war von 1994 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestags in der CDU/CSU-Fraktion und von 2013 bis 2018 Bundesgesundheitsminister.
"Ich danke den Delegierten für das Vertrauen. Die große Zustimmung ist ein Vertrauensvorschuss, der mich bewegt und in die Pflicht nimmt. Hunderttausende Menschen stehen im Namen des Deutschen Roten Kreuzes für Menschlichkeit vor Ort und in den Krisen weltweit ein. Wenn sie sich ihren Mitmenschen zuwenden, sind sie das Gesicht des Deutschen Roten Kreuzes. Zukünftig der Fürsprecher dieser Menschen in der Führung unseres Gesamtverbandes und in der Öffentlichkeit sein zu dürfen, ist mir eine große Ehre", sagt Hermann Gröhe zu seiner Wahl. "Ich freue mich darauf, mein Wissen und meine Erfahrung für das DRK einzubringen und zugleich noch vieles Neues kennenlernen und lernen zu können."
Das Vizepräsidium des DRK liegt in den Händen von Ulrike Würth und Jürgen Christmann. Während Würth von der Versammlung wiedergewählt wurde, ist Christmann neu im Amt. Er folgt auf Dr. Volkmar Schön, der sich ebenfalls nicht nochmal zur Wahl gestellt hat.
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Sophie-Marie Jahn 03.12.2025










