
Die Corona-Pandemie hat den Tourismussektor schwer getroffen – Foto: Michael Nagy/Presse- und Informationsamt München
Corona-Pandemie
Tourismuswirtschaft erholt sich weiter, doch Konsum bleibt verhalten
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) haben aktuelle Zahlen zur Tourismuswirtschaft 2024 veröffentlicht: Insgesamt erholt sich die Branche weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung Deutschlands liegt mit 3,7 Prozent allerdings immer noch leicht unter dem Vor-Corona-Niveau von 3,8 Prozent im Jahr 2019. Während der Pandemie ging der Anteil auf 2,1 Prozent zurück (2021). Zudem beschäftigte der Sektor 2024 rund 2,7 Millionen Menschen, was sechs Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland entspricht.
Obwohl sich die Bruttowertschöpfung dem Vor-Corona-Niveau annähert, dokumentieren die Verbände einen Rückgang des touristischen Konsums in realen Werten. So lag die finanzielle Wertschöpfung 2024 bei 319 Milliarden Euro, im Vor-Corona-Jahr 2019 waren es noch 334 Milliarden Euro.
"Die Zahlen zeigen eindrücklich, wie sehr sich die Branche trotz fordernden Rahmenbedingungen wie Kostensteigerungen und unzureichender Tourismusfinanzierung zurückkämpft", so die Verbände. Gleichzeitig appellieren sie an die Politik: "Die Tourismuswirtschaft birgt ein enormes Wachstumspotential, wenn die Bundesregierung nun weitreichende Entlastungen für Kommunen und Unternehmen auf den Weg bringt." Dass sich der Tourismus auch 2025 auf einem guten Weg befindet, zeigen zahlen des Statistischen Bundesamt. Demnach wurden von Januar bis Oktober dieses Jahres 433,5 Millionen Übernachtungen gezählt, was einem Anstieg von 0,1 Prozent im Vergleich zum Rekordwert im Vorjahreszeitraum entspricht.
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Sophie-Marie Jahn 19.12.2025










