
Entscheidung getroffen
Theater Bremen findet neuen Intendanten
Nach dem Tod von Intendant Michael Börgerding Anfang 2025 war das Theater Bremen ohne feste Intendanz. Nun steht fest, wer die Position künftig übernehmen wird. Ab der Spielzeit 2027/28 wird Armin Petras Intendant des Theaters sein. Er ist mit der Institution bereits vertraut: Von 2018 bis 2022 war er Hausautor und Hausregisseur am Theater Bremen. In dieser Zeit inszenierte er mehrere Stücke am Musik- und Schauspieltheater. Zudem wird Petras ab März 2026 Tolstois "Krieg und Frieden" am Theater Bremen inszenieren. Das künstlerische Leitungsteam um Petras wird von Franziska Benack und Frederike Krüger als Stellvertreterinnen ergänzt. Petras und Benack haben von 2022 bis 2025 bereits gemeinsam das Schauspiel am Staatstheater Cottbus geleitet.
Petras sagt: "Es ist mir eine große Ehre, das Theater Bremen als künftiger Intendant führen zu dürfen. Mir ist bewusst, dass ich nach meinem Freund, dem ehemaligen und leider verstorbenen Intendanten Michael Börgerding, in sehr große künstlerische Fußstapfen trete. Ich werde den von ihm eingeschlagenen Weg dieses großartigen Hauses fortsetzen und zugleich behutsam auf neue Wege leiten, sodass wir gemeinsam mit dem großartigen Ensemble, dass das Theater Bremen hat, dem hiesigen Theaterpublikum auch weiterhin tolle Inszenierungen anbieten werden. Das ist eine große Verantwortung."
Insgesamt gingen 53 Bewerbungen beim Theater Bremen ein. Sechs davon wurden für die Finalrunde ausgewählt. Zum künftigen Intendanten Petras sagt Bürgermeister und Kultursenator Andreas Bovenschulte: "Es ist der Kommission gelungen, mit Armin Petras einen renommierten Theaterfachmann für das Theater Bremen zu gewinnen. Ich bin davon überzeugt, dass er den erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre seines Vorgängers Michael Börgerding, der leider viel zu früh verstorben ist, fortsetzen und das Theater Bremen seinen Status als eine der erfolgreichsten Kultureinrichtungen Bremens beibehalten wird. Mir ist zudem bewusst, dass so ein Haus wie das Theater Bremen nur dann so erfolgreich sein kann, wenn es von einem hoch motivierten, professionellen und vor allem kreativen Ensemble und den ebenso motivierten Mitarbeitenden hinter den Kulissen getragen wird, die selbstverständlich auch die Auswahlkommission bereichert haben."
Dies unterstreicht auch Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz: "Petras bringt Erfahrung als Regisseur, Autor aber auch als Intendant mit. Darüber hinaus kennt er das Theater Bremen gut und stand in engem Austausch mit dem im Januar 2025 verstorbenen vorherigen Intendanten Michael Börgerding, was somit für Kontinuität am Theater Bremen sorgen wird."
Petras studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Im Laufe seiner Karriere war er an verschiedenen Kulturinstitutionen aktiv, unter anderem als Oberspielleiter am Theater Nordhausen, als Hausregisseur am Schauspiel Leipzig und am Schauspiel Frankfurt sowie als Schauspieldirektor am Staatstheater Kassel. Darüber hinaus übernahm er Intendanzen am Maxim-Gorki-Theater in Berlin und am Schauspiel im Staatstheater Stuttgart. Unter dem Pseudonym Fritz Kater schrieb Petras auch eigene Stücke, darunter das Werk "zeit zu lieben, zeit zu sterben", das 2003 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde. Für sein Gesamtwerk als Fritz Kater erhielt er 2008 den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis.
Sophie-Marie Jahn 20.02.2026










