
Kulturdezernentin Cornelia Wilkens (li.) und Dominik Baumann (re.), Verwaltungsdirektor des Theaters, begrüßen Neil Barry Moss als neuen Generalintendanten des Theater Münster – Foto: Stadt Münster/Michael Lyra
Theaterintendanz
Neil Barry Moss wechselt von Coburg nach Münster
Intendant Neil Barry Moss verlässt das Landestheater Coburg vorzeitig, um zur Spielzeit 2027/28 an das Theater Münster zu wechseln. Dort wird er als Generalintendant die Nachfolge von Dr. Katharina Kost-Tolmein antreten, deren Vertrag mit der Spielzeit 2026/27 endet. Der Stadtrat von Münster hat sich bei der Wahl für Moss entschieden und damit der Empfehlung des Betriebsausschusses zugestimmt. Zuvor hatte sich eine Findungskommission unter dem Vorsitz von Kulturdezernentin Cornelia Wilkens einstimmig für Moss entschieden. Der 37-Jährige wird künftig gemeinsam mit Verwaltungsdirektor Dominik Baumann die Theaterleitung bilden. Der Vertrag mit Moss ist zunächst auf fünf Spielzeiten befristet.
"Mit Neil Barry Moss haben wir einen Generalintendanten gefunden, der künstlerische Qualität mit einer klaren strategischen Ausrichtung verbindet", sagte Wilkens. "Er steht für ein Theater, das sich in die Stadtgesellschaft öffnet und ein breites Publikum anspricht. Zudem bringt er eine umfangreiche, internationale Erfahrung mit, die dem Haus neue Impulse geben kann."
Als Generalintendant des Theaters Münster möchte Moss "eine einheitliche Linie vorgeben – künstlerisch wie gesamtstrategisch –, die verschiedenen Bereiche vernetzen und gemeinsam mit dem Team ein starkes und nahbares Haus gestalten". Einen Schwerpunkt setzt er bei der Teilhabe des Publikums: "Theater ist für mich etwas Besonderes. Es muss erlebbar sein, uns neue Perspektiven eröffnen, und vor allem ist es für das Publikum ein zweites Zuhause. Münster bietet dafür ein vielfältiges Publikum und spannende Räume."
Moss war in der Vergangenheit an der Staatsoper Hannover und an der Deutschen Oper Berlin tätig. Er sammelte zudem Erfahrung in Italien und in Wien. Seit 2024 hat er die Intendanz des Landestheaters Coburg inne. Dort hatte er im vergangenen Jahr seinen Vertrag bis 2029 verlängert. Zuvor war er am Landestheater Coburg Mitglied des Direktoriums und verantwortete die künstlerische Leitung. In dieser Funktion koordinierte der Regisseur die Sparten sowie Premieren und begleitete die Eröffnung des Globe Coburg. In der Spielzeit 2026/27 ist er zudem für die Planung des 200-jährigen Theaterjubiläums verantwortlich.
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Sophie-Marie Jahn 26.03.2026









