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Studie
Vertrauen prägt Akzeptanz von Werbung in KI Chatbots
Wie Werbung in KI‑Chatbots wahrgenommen wird, hängt stark vom Vertrauen in die Systeme und der erwarteten Antwortqualität ab. Das zeigt eine neue Erhebung der Münchener Crossvertise GmbH unter 102 Unternehmensvertreterinnen und ‑vertretern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Monetarisierungsmodelle in KI‑Anwendungen auf klare Akzeptanzgrenzen stoßen.
Die Mehrheit der Befragten nutzt Chatbots wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini regelmäßig. Werbung wird grundsätzlich nicht ausgeschlossen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. In kostenlosen Modellen halten 58 Prozent Anzeigen für akzeptabel. Bei kostenpflichtigen Angeboten verschiebt sich die Haltung deutlich: 70 Prozent lehnen Werbung in Paid‑Varianten ab. Für viele gilt Werbung damit als legitimer Ausgleich für kostenlose Nutzung, nicht jedoch als Bestandteil eines bezahlten Produkts.
Auch bei der Platzierung zeigen sich klare Präferenzen. Am ehesten akzeptiert werden Anzeigen, die klar gekennzeichnet sind und außerhalb der eigentlichen Antwort erscheinen. Deutlich kritischer bewerten die Befragten integrierte Produktempfehlungen oder Kaufoptionen innerhalb der Antwort. Ein Teil der Teilnehmenden lehnt Werbung in KI‑Chatbots grundsätzlich ab.
Zentral ist der Einfluss auf Vertrauen und Qualität: Rund 60 Prozent erwarten, dass Werbung das Vertrauen in KI‑Antworten mindert, 64 Prozent rechnen mit qualitativen Einbußen. Beide Einschätzungen korrelieren stark – wer schlechtere Ergebnisse befürchtet, zeigt geringere Bereitschaft, Werbung zu akzeptieren.
Trotz der Vorbehalte sehen Unternehmen Potenzial im neuen Werbekanal. 82 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass KI‑Chatbots künftig eine Rolle in der Mediaplanung spielen. 51 Prozent würden Werbung dort zumindest testen. Ein Drittel wäre bereit, Budgets umzuschichten, mehr als ein Viertel zusätzliche Mittel bereitzustellen.
Frauke Jacoby 15.04.2026










