
Die erste gemeinsame Aktion von Ströer und dem Verfassungsschutz Bremen war eine Warnkampagne zu Phishing-Versuchen – Foto: Ströer
Sicherheitskommunikation
Verfassungsschutz Bremen & Ströer warnen vor aktuellen Bedrohungen
Das Landesamt für Verfassungsschutz Bremen (LfV) und der Außenwerber Ströer gehen erstmals eine Kooperation im Bereich der Sicherheitskommunikation ein. Künftig nutzt der Bremer Verfassungsschutz die digitalen Medien von Ströer, um die Bevölkerung vor aktuellen Bedrohungslagen zu warnen. Leiter Thorge Koehler erklärt: "Der Bremer Verfassungsschutz übernimmt mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle. Wir wollen über diese unmittelbare Warnung an die Bevölkerung Aufmerksamkeit erzeugen und noch mal andere Gruppen erreichen als bisher."
"Mit unseren digitalen Medien im öffentlichen Raum erreichen wir barrierefrei und in Echtzeit einen großen Teil der Bevölkerung. Schneller Reichweitenaufbau kann in herausfordernden Lagen entscheidend sein. Unsere Screens unterstützen heute bereits Krisenstäbe der Kommunen, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und die Sicherheitsbehörden bei Warnungen und Fahndungen", sagt Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland. "Wir freuen uns, mit dem Land Bremen nun einen weiteren wichtigen Anwendungsfall zu etablieren: Warnung und Aufklärung zu Desinformationskampagnen. Das Vertrauen, das die Außenmedien im öffentlichen Raum genießen, hilft, diese Botschaften wirksam in die Breite zu tragen."
Den Auftakt der Zusammenarbeit bildet ein Warn-Flight zu einer Phishing-Kampagne, die ausländischen Nachrichtendiensten zugeschrieben wird. Dabei geben sich die Angreifer als technischer Support des Messenger-Dienstes "Signal" aus und versuchen, Nutzer:innen dazu zu bringen, sensible Daten einzugeben. In Abstimmung mit dem Verfassungsschutz und der Polizei Bremen hat Ströer im Mai 2026 Warnbotschaften an vielbefahrenen Straßen, Verkehrsknotenpunkten und Haltestellen im gesamten Stadtgebiet platziert.
Die Informationskampagne richtet sich an Privatpersonen sowie insbesondere an Mitarbeitende aus Unternehmen, Behörden, Medien und dem politischen sowie militärischen Umfeld. "Bedrohungen wie Phishing durch fremde Nachrichtendienste sind real und treffen Menschen mitten im Alltag. Wir informieren deshalb dort, wo Menschen sind – nicht nur im Internet oder in Fachmedien. Bremen geht damit einen neuen Weg in der Sicherheitskommunikation", so Dr. Eva Högl, Senatorin für Inneres und Sport des Landes Bremen.
Langfristig sind weitere Kampagnen zu den Themen Desinformation, hybride Bedrohungen und aktuellen Entwicklungen im Extremismus geplant.
Sophie-Marie Jahn 03.06.2026









