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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist eines der Gesichter der aktuellen Kampagne von Reporter ohne Grenzen – Foto: RSF Deutschland

Awareness

Reporter ohne Grenzen inszeniert pressefeindliche Aussagen

Pressefreiheit und unabhängiger Journalismus geraten weltweit zunehmend unter Druck. Die deutsche Organisation von Reporter ohne Grenzen, RSF Deutschland, ruft daher mit einer neuen Kampagne zum Handeln auf und macht deutlich, "dass diejenigen, die Kritik fürchten, oft die lautesten Kritiker:innen einer freien Presse sind".

Unter dem Titel "Quotes" rückt die Kampagne Zitate von historischen Persönlichkeiten und Autokraten in den Mittelpunkt, die sich gegen Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus richten. So werden unter anderem Joseph Goebbels, Nicolás Maduro, Benjamin Netanjahu und Hosseini Khamenei zitiert. Dabei werden Aussagen wie "Die Presse ist Müll", "Die Medien sind ein Terrorkanal" und "Journalisten sind ausländische Feinde in unserem Land" abgebildet.

Die Botschaft hinter der Offensive: Die freie Presse zu unterstützen ist einfacher, wenn man weiß, wer es nicht tut. Sylvie Ahrens-Urbanek, Leiterin Kommunikation bei RSF Deutschland, sagt: "Die freie Presse ist das Herzblut der Demokratie, genau deshalb wird sie von Autokrat:innen ins Visier genommen. Mit dieser Kampagne eignen wir uns ihren Hass an und machen ihn zu einem Aufruf zum Handeln. Indem wir zeigen, wer gegen Pressefreiheit steht, laden wir die Öffentlichkeit ein, für sie einzutreten."

Die Kampagne wird bundesweit über Plakate, Printanzeigen und digitale Kanäle ausgespielt. Darüber hinaus wurde ein Kurzfilm produziert, der auf Social Media zu sehen ist.
 

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