
Kulturangebote ziehen Touristen nach Berlin
Mehr als die Hälfte der Besucher (59 %) in den Berliner Kultureinrichtungen sind Touristen. Dies zeigt der aktuelle Jahresbericht des Kultur-Monitorings (KULMON), eine Besucherumfrage in den Berliner Kultureinrichtungen, die im Auftrag von visitBerlin erstellt wurde.
Durchschnittlich stammt jeder dritte Besucher, der die kulturellen Einrichtungen der Stadt aufsucht, nicht aus Berlin, sondern aus einem anderen Bundesland (31 %). Der Anteil ausländischer Gäste liegt bei 28 Prozent, eine Steigerung um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
"Kultur ist ein Touristenmagnet", sagt Burkhard Kieker, visitBerlin-Geschäftsführer. "Die Besucher suchen und finden in Berlin die Schauplätze der Geschichte. Daher sind Museen und Gedenkstätten besonders nachgefragt. Kulturtouristen sind ein Gewinn für die Hoteliers der Stadt, denn die Besucher bleiben länger."
Vor allem Museen und Gedenkstätten sind bei Gästen aus dem In- und Ausland beliebt: 85 Prozent der Museumsbesuche entfallen auf Touristen (45 % ausländische und 40 % inländische Berlin-Gäste). In den Berliner Gedenkstätten ist der Anteil der Besucher mit 90 Prozent noch höher (59 % internationale und 31 % inländische Besucher).
Dass die Kultureinrichtungen der Bundeshauptstadt ein wesentlicher Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt sind, zeigt sich auch an einem weiteren Studienergebnis: So gaben ein Drittel (28 %) der in- und ausländischen Befragten den Orchesterbesuch als alleinigen bzw. hauptsächlichen Anlass ihres Berlin-Aufenthaltes an. Bei den Besuchern von Opern, Ballett und Tanztheatern waren es 26 Prozent der Gäste, die den Kulturbesuch als Grund für ihre Reise in die Hauptstadt nannten.
Rebekka Hans 10.12.2013









