
Mit ihrer Wahlkampf-Kampagne macht Die Linke Sachsen-Anhalt deutlich, dass Heimat jeden mit einschließt – Foto: Die Linke Sachsen-Anhalt/DiG Plus
Landtagswahl
Linke Sachsen-Anhalt holt sich Heimat-Begriff zurück
Die Linke Sachsen-Anhalt hat in Magdeburg ihre Kampagne zur Landtagswahl 2026 vorgestellt. Die Partei um Spitzenkandidatin Eva von Angern geht mit dem Slogan "Heimat ist für alle da" in den Wahlkampf. Damit will die Linke den Heimat-Begriff neu besetzen und diesen nicht rechten Parteien und Rechtsextremen überlassen. Die Botschaft: Heimat ist kein Begriff der Angst und Ausgrenzung, sondern ein Versprechen auf Teilhabe, Zusammenhalt und Gerechtigkeit.
Die Partei will mit ihrer Kampagne ein Zeichen für eine gerechte, freie und gleichberechtige Gesellschaft setzen und wirbt für ein Sachsen-Anhalt, in dem gute Lebensbedingungen nicht vom Einkommen, Wohnort oder Herkunft abhängig sind. "Heimat ist für alle da bedeutet für uns, dass alle Menschen die gleichen Chancen auf ein gutes Leben haben – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben, wie viel Geld sie verdienen oder woher sie kommen", sagt von Angern. Für die Umsetzung der Kampagne zeichnet die Berliner Kommunikationsagentur DiG Plus verantwortlich.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfes stehen vor allem soziale Fragen, wie bezahlbarer Wohnraum, gute Bildung, wohnortnahe Gesundheitsversorgung, verlässlicher Nahverkehr, sichere Arbeitsplätze, stärkere Kommunen sowie handlungsfähiger Sozialstaat.
Bei der Auftaktveranstaltung am 22. Juni 2026 erhielten der Landesverband und von Angern Unterstützung von den Landesvorsitzenden Janina Böttger und Hendrik Lange sowie weiteren Direktkandidat:innen. Auch Partei-Urgestein Gregor Gysi war vor Ort. Jedoch wurde die Veranstaltung von der Aussage des neuen Bundesparteichefs Luigi Pantisano überschattet, der die Politik der CDU als "faschistisch" bezeichnete.
Einzug in Landtag realistisch
Laut dem aktuellen Sachsen-AnhaltTREND von Mai 2026 liegt Die Linke derzeit bei zwölf Prozent und wäre damit als drittstärkste Kraft sicher im Parlament. Die Umfrage wurde von Infratest Dimap im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks, der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksstimme durchgeführt. Bei der letzten Erhebung im September 2025 hatte die Partei noch einen Prozentpunkt mehr.
Mit 41 Prozent hat die AfD weiterhin die höchsten Umfragewerte und konnte ihren Vorsprung im Vergleich zum September leicht ausbauen (damals 39 %). Die Partei gilt in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem. Dahinter folgt die CDU mit 26 Prozent (September 2025: 27 %). Die Grünen und das BSW müssen mit jeweils vier Prozent um den Einzug in den Landtag bangen.
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Grüne Sachsen-Anhalt machen Regierungswillen deutlich
Sophie-Marie Jahn 24.06.2026










