
Die Mitglieder des Regionalverbunds Thüringer haben mit 43 Ja-Stimmen und vier Enthaltungen die Umstrukturierung beschlossen – Foto: Animaflora/PicsStock-AdobeStock
Struktur-Reform
Regionalverbund Thüringer Wald wird zur GmbH
Aus dem Regionalverbund Thüringer Wald wird zum Jahreswechsel 2026/27 eine GmbH. Im Rahmen der Mitgliederversammlung Ende Juni hat die Mehrheit für die entsprechende Satzungsänderung gestimmt. Die GmbH-Struktur soll die Weiterentwicklung des Verbunds zu einer Destinationsmanagementorganisation vorantreiben. Aktuell realisiert der Verbund mehrere Projekte, um die Sichtbarkeit der Region zu stärken und die touristische Wertschöpfung zu erhöhen. Dazu gehören das Rennsteig-Projekt 2.0 zur Modernisierung des Wanderwegs, eine neue Strategie für den Thüringer Wald, die Weiterentwicklung als Mountainbike-Destination sowie der Aufbau einer digitalen Buchungsplattform.
Antonia Sturm, Geschäftsführerin des Regionalverbundes Thüringer Wald, erklärt: "Mit der heutigen Entscheidung haben unsere Mitglieder ein klares Signal für die Zukunft des Thüringer Waldes gesetzt. Die Umwandlung in eine GmbH ist ein wichtiger Meilenstein, um unsere Destination noch professioneller aufzustellen, schneller handeln zu können und unsere gemeinsamen Ziele wirkungsvoller umzusetzen. Die breite Zustimmung zeigt, dass das Vertrauen in den Prozess und die gemeinsame Perspektive groß sind."
Im Vorfeld fanden Beratungen und Entscheidungen in Kreistagen und Gremien der kommunalen Mitglieder sowie Abstimmungen mit touristischen Partnern statt. "In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Gespräche geführt und alle relevanten Partner eng in den Prozess eingebunden. Die geplante Umwandlung wird von einem Großteil der Mitglieder als konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen verstanden. Ziel ist es, die erfolgreiche Arbeit des Regionalverbundes fortzuführen und gleichzeitig mehr Flexibilität, Schlagkraft und Zukunftsfähigkeit für die touristische Entwicklung des Thüringer Waldes zu schaffen", so Sturm.
Insgesamt haben sich fünf der acht Landkreise für die Transformation ausgesprochen, darunter der Ilm-Kreis, der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, der Landkreis Schmalkalden-Meiningen, der Saale-Orla-Kreis und der Wartburgkreis. In den Landkreisen Gotha und Hildburghausen stehen die abschließende Entscheidungen noch aus. Der Landkreis Sonneberg und die die Stadt Neuhaus am Rennweg haben ihre Mitgliedschaft im Regionalverbund beendet.
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Sophie-Marie Jahn 10.07.2026










