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"Hilfen im Netz" stellt betroffenen Kindern und Jugendlichen verschiedene Unterstützungsangebote zur Verfügung – Foto: Screenshot hilfenimnetz.de (13.07.2026)

Beratung

Familienministerium startet Kampagne für "Hilfen im Netz"

Seit 2021 unterstützen der NACOA Deutschland e. V. und KidKit, ein Projekt der Drogenhilfe Köln, Kinder und Jugendliche aus psychisch und suchtbelasteten Familien. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), Berlin, gefördert und wurde nun um weitere drei Jahre bis Sommer 2029 verlängert. 

"Für viele betroffene junge Menschen sind die 'Hilfen im Netz' der erste Ort, an dem sie sich öffnen können, unkompliziert Hilfe erhalten und wo sie erfahren, dass es anderen ganz ähnlich geht wie ihnen. Sie bekommen direkte Unterstützung und darüber hinaus Zugang zum weiteren Hilfesystem", so Bundesfamilienministerin Karin Prien. "Das ist die Form der rechtskreisübergreifenden Kooperation, die ich mir in unserer Gesellschaft wünsche und die Schule machen sollte. Denn in solchen Fällen hilft nur eine wirksame und gute Zusammenarbeit. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir die Förderung für die 'Hilfen im Netz' für weitere drei Jahre verlängern konnten."
 


Die Plakate sind in verschiedenen deutschen Metropolen zu sehen – Foto: BMBFSFJ

Damit geht auch die dazugehörige Plakatkampagne in die nächste Runde. Die Umsetzung erfolgt durch ein Sponsoring des Außenwerbers Wall, der das Projekt bereits zum zweiten Mal als Medienpartner begleitet. Insgesamt acht Wochen lang sind City-Light-Poster mit dem Slogan "Schreiben statt Schweigen" auf 5.000 öffentlichen Werbeflächen, beispielsweise an Haltestellen und auf zentralen Plätzen, zu sehen. Unterstützt wird die Kampagne darüber hinaus vom Drogenbeauftragten Hendrik Streek und der Schauspielerin Lina Larissa Strahl, Botschafterin für "Hilfen im Netz".

Wall-Geschäftsführer Patrick Möller sagt: "Wir freuen uns, die reichweitenstarke Außenwerbekampagne für 'Hilfen im Netz' mit unseren Werbeflächen im zweiten Jahr bundesweit in den deutschen Metropolen unterstützen zu können. Die breite Resonanz zeigt, dass die Kampagne im letzten Jahr etwas ausgelöst hat: Die notwendige Unterstützung für Kinder und Jugendliche, deren Eltern psychisch erkrankt oder suchtkrank sind, ist erkannt worden. 'Hilfen im Netz' bietet einen ersten Anlaufpunkt zur Beratung dieser Kinder und Jugendlichen. Wir hoffen, dass mit den Plakaten mehr Menschen dafür sensibilisiert werden, dass die Inanspruchnahme von Online-Beratung echte Hilfe für den ersten Schritt bedeuten kann."

Laut dem Bundesfamilienministerium sind rund 3,8 Millionen Kinder in Deutschland von psychischen oder Suchterkrankungen in der Familie betroffen. Dies hat oft lebenslange Auswirkungen auf die eigene Gesundheit der Betroffenen. "Hilfen im Netz" bietet betroffenen Kindern und Jugendlichen eine anonyme und kostenlose Beratung. Zudem informiert auf der Website eine digitale Landkarte über Beratungsstellen vor Ort.
 

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