
Für die Kampagne wurden zehn Motive entwickelt, die sich auf provokante Weise mit den Werten der Berliner:innen auseinandersetzen - Foto: Stiftung AusserGewöhnlich Berlin
Zivilgesellschaft
Berliner Wirtschaftsnetzwerk wirbt für gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die gemeinnützige Stiftung AusserGewöhnlich Berlin hat die Kampagne "Berlin Kodex" initiiert, die sich mit der Identität und Vielfältigkeit der Hauptstadt auseinandersetzt. Anlass für die Maßnahme sind die anstehenden Berliner Wahlen am 20. September 2026, zu denen rund 2,49 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen sind.
Zentrales Element der Kampagne ist ein digitales Quiz, das sich mit der Wahrnehmung der Stadt durch die Bürger:innen befasst. Nach der Teilnahme erhalten die Nutzenden ein persönliches Werte-Profil; optional lässt sich gegen ein Entgelt ein "Berlin-Ausweis" anfordern. Begleitend steht das Buch Der Berlin Kodex zur Verfügung, das die zehn zentralen Werte der Stadt formuliert und aufgreift.
Die mediale Ausspielung umfasst zehn Kampagnenmotive, die in den kommenden Monaten auf 500 Displays, 200 Litfaßsäulen sowie auf 166.000 CityCards und Plakaten im Stadtgebiet zu sehen sind. Die Motive stellen provokante Fragen wie "Wer ist echter Berliner?" oder "Sind wir zu queer?" zur Berliner Identität, zielen darauf ab, populistischen Debatten entgegenzuwirken, und leiten per QR-Code direkt auf das Online-Quiz weiter.
Laut Alexander Sascha Wolf, Initiator der Kampagne und Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung AusserGewöhnlich Berlin, stellen die Parteien in ihrem Wahlkampf die Fragen nach den Wertevorstellungen der Menschen zu selten: "Politische Werbung sagt dir, wen du wählen sollst. Der Berlin Kodex stellt dir vorher die Frage, die jede Wahl eigentlich beantworten sollte — und die kein Wahlplakat stellt: Was du eigentlich wählen willst, für welche Werte dein Berlin stehen soll."
Die Finanzierung der Kampagne erfolgt eigenen Angaben zufolge aus Eigenmitteln des Wirtschaftsnetzwerks. AusserGewöhnlich Berlin gehören insgesamt 300 Berliener Unternehmen an.









