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Colorado zählt zu den führenden Forschungszentren der USA – Foto: Sean-AdobeStock

Partnerschaft

Bayern und Colorado arbeiten in der Forschung enger zusammen

Der Freistaat Bayern und der US-Bundesstaat Colorado vertiefen ihre Kooperation im Bereich Forschung und Innovation. In München haben Wissenschaftsminister Markus Blume und Gouverneur Jared Polis eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterschrieben. Diese sieht vor, dass Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups aus beiden Staaten verstärkt zusammenarbeiten. Gerade im Hochschulbereich bestehen bereits zahlreiche Verbindungen von Bayern nach Colorado. So kooperieren zehn bayerische Hochschulen mit Hochschulen in Colorado. Künftig sollen weitere gemeinsame Forschungsprojekte, Austauschprogramme für Studierende und Wissenschaftler:innen, Workshops und Netzwerkformate entstehen.

Blume spricht davon, eine "neue Atlantik-Brücke für Wissenschaft und Hightech" zu bauen. "Bayern und Colorado zählen zu den stärksten und innovativsten Forschungs- und Technologiestandorten ihrer Länder – das verbindet: Wir teilen die gemeinsame Überzeugung, dass Forschung und Innovation die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Fortschritt sind. Gerade in einer Zeit globaler Umbrüche und neuer internationaler Fragen wollen wir Vernetzung stärken und Verbindungen strategisch ausbauen. Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb setzen wir bewusst auf starke Partnerschaften mit den weltweit führenden Wissenschaftsregionen", betont der Wissenschaftsminister.

Im Zentrum der Partnerschaft stehen nach Angaben des Wissenschaftsministeriums Zukunftstechnologien wie die Fusionsforschung, die untersucht, wie sich die Kernfusion als Energiequelle nutzen lässt. In diesem Feld würden sich die Kompetenzen beider Partner ergänzen. So wird in Bayern mit einem eigenen Programm und Einrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching und der Versuchsanlage ASDEX Upgrade intensiv am Thema Fusionsforschung geforscht. Zudem ist das Land Teil der Fusionsallianz und hat sich zum Ziel gesetzt, das erste Fusionskraftwerk in Deutschland zu errichten. Colorado verfügt hingegen über Expertise im Bereich der Laser- und Präzisionsphysik, die für die Kernfusion entscheidend ist.

Mitte August 2026 reist Blume mit einer Delegation der Länder in die USA, mit dem Ziel, bestehende Kooperationen zu vertiefen und Bayern als attraktiven Standort für Spitzenforschung und internationale Talente zu positionieren. "Wir brauchen eine strategische Außenwissenschaftspolitik. Denn: Innovation entsteht durch Kooperation. Wissenschaft funktioniert nicht nach dem Prinzip Protektionismus – wer das glaubt, irrt", sagt Blume. "Unser internationales Engagement macht uns resilient und wir entwickeln neue Potentiale. Bayern geht diesen Weg konsequent weiter."

 

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