
Die Kampagne der Zentrale für politische Bildung wird unter anderem auf Instagram, Facebook und LinkedIn ausgespielt – Screenshots: Instagram-Account @bpb_de (13.08.2026)
Beutelsbacher Konsens
Zentralen für politische Bildung heben Leitprinzipien ihrer Arbeit hervor
Vor 50 Jahren wurde der Beutelsbacher Konsens formuliert, der seither als Ankerpunkt der politischen Bildung in Deutschland gilt und die Arbeit der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der 16 Landeszentren prägt. Anlässlich des Jubiläums haben die Zentralen eine Social-Media-Kampagne mit der zentralen Botschaft gestartet, dass politische Bildung nicht neutral, sondern dem Grundgesetz verpflichtet ist.
Mit der Kampagne #NichtNeutral wollen sich die Akteure entschieden gegen das fälschlicherweise aus dem Beutelsbacher Konsens abgeleitete Neutralitätsgebot stellen. Denn Neutralität bedeute nicht, gleichgültig gegenüber Angriffen auf demokratische Grundwerte zu sein. Politische Bildung sei dazu verpflichtet, für Demokratie, Menschenrechte und Teilhabe einzustehen.
Neben Carousel-Posts stehen vor allem kurze Videobeiträge von Persönlichkeiten aus den Bereichen politische Bildung, Verfassungsrecht, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft im Mittelpunkt der Offensive. In den Videos beziehen sie klare Position, klären über Missverständnisse auf und erläutern, warum Haltung für die Werte des Grundgesetzes und der Beutelsbacher Konsens nicht im Widerspruch zueinander stehen.
Die Kampagne richtet sich an Akteure der politischen Bildung wie Lehrkräfte, Pädagog:innen in der außerschulischen Bildung sowie Personal in Kitas, der Jugend- oder Sozialarbeit. Diese würden täglich erleben, wie politische Bildung im Alltag wirkt. Mit der Kampagne wollen die Zentralen ihnen "den Rücken stärken".
Der Beutelsbacher Konsens wurde 1976 von Politikdidaktikern und Vertretern der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg entwickelt. Er definiert drei Prinzipien für die politische Bildung: Sie soll den konstruktiven Umgang mit Kontroversen fördern und darf Lernende nicht überwältigen. Ihr Ziel soll sein, Menschen zu befähigen, ein eigenständiges Urteil zu bilden.
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Sophie-Marie Jahn 13.08.2026










