ANZEIGE

Die Wartburg wird auch weiterhin ein wesentlicher kommunikaiver Anker des Thüringer Tourismus sein - Foto: Florian Trykowski, Wartburg-Stiftung, Thüringer Tourismus GmbH

Tourismusstrategie

Thüringen richtet Tourismus am Gesamterlebnis aus

Das Thüringer Kabinett hat die neue Tourismusstrategie des Freistaats für die Jahre bis 2035 verabschiedet. Diese sieht eine engere Vernetzung der verschiedenen touristischen Angebote und die Steigerung der Erlebnisqualität vor. Im Fokus steht nicht mehr das isolierte Einzelangebot, sondern das zusammengedachte Gesamterlebnis aus Sicht des Gastes.

Erarbeitet hat die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) mit Sitz in Erfurt die neue Leitlinie gemeinsam mit Akteuren aus Kultur, Natur, Städten, Regionen, Destinationsmanagementorganisationen (DMOs), Kommunen und Betrieben. Der Beteiligungsprozess umfasste mehr als 20 Workshops.

Das zentrale Ergebnis der Stakeholder: Für Gäste spielen administrative Zuständigkeiten oder die „Urheberschaft“ eines Angebots keine Rolle. Entscheidend sei das reibungslose Zusammenspiel der Bausteine. Eine klassische Zielgruppen-Segmentierung allein reiche daher nicht mehr aus; maßgeblich sei die konkrete Reisesituation und der Anlass, in dem der Gast bucht.

Als technische Grundlage dient die bestehende Thüringer Content Architektur Tourismus (ThüCAT), die die TTG im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft im Jahr 2020 eingeführt hat. Diese Infrastruktur soll weiter ausgebaut werden, um Daten strukturiert zu verknüpfen und die Buchbarkeit – idealerweise nach dem „Zwei-Klick-Prinzip“ – zu erleichtern.

Auch die Vermarktung wird neu ausgerichtet: Neben bestehenden Highlights wie Wartburg, Rennsteig, Erfurt und Weimar sollen die mehr als 50 Markenbotschafter eine größere Rolle in der Kommunikation einnehmen. Ihre Positionierung werde sich dabei an den Markenstärken „Natur als Resonanzraum“, „Persönlichkeiten als Ideengeber und Quelle geistiger Inspiration“ sowie „Räume, die Geschichten tragen“ orientieren. Zudem wird die Landesmarke „Das grüne Herz Deutschlands“ Bestandteil der Kommunikation sein.

Wirtschaftlich zielt die Strategie vor allem auf eine höhere regionale Wertschöpfung ab: Bis 2035 soll der touristische Bruttoumsatz nominal 30 Prozent steigen. Im Jahr 2025 erwirtschaftete die Branche 4,29 Milliarden Euro. Gleichzeitig soll die Zahl der Übernachtungen auf rund 10,55 Millionen wachsen und die Bettenauslastung von 34,5 auf 39,5 Prozent zulegen.

zurück

Anja Lüth 08.10.2026

 

Aktuelle Ausgabe

7-8/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace

















Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten