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Ältere Wähler beeinflussen immer stärker den Wahlausgang

Bei der Bundestagswahl 2013 stellten Wahlberechtigte ab 60 Jahren bereits gut ein Drittel aller potenziellen Wähler. Gleichzeitig war die Wahlbeteiligung dieser Altersgruppe vergleichsweise überdurchschnittlich. Angesichts der demografischen Entwicklung "beeinflussen damit ältere Wähler immer stärker den Wahlausgang", so Bundeswahlleiter Roderich Egeler heute auf einer Pressekonferenz in Berlin zu den Ergebnissen der repräsentativen Wahlstatistik zur Wahl des 18. Deutschen Bundestages am 22. September 2013.

Insgesamt waren bei der Bundestagswahl 2013 61,9 Millionen Bürger wahlberechtigt, davon war knapp die Hälfte im Alter von 30 bis 59 Jahren. Die Generation ab 60 Jahren stellte mit 21,3 Millionen mehr als doppelt so viele wie die jüngere Generation unter 30 Jahren, die mit 9,8 Millionen knapp ein Sechstel aller Wahlberechtigten ausmachte.

Die Ältesten waren am aktivsten

Mit 71,5 Prozent war die amtliche Wahlbeteiligung um 0,7 Prozentpunkte höher als bei der Wahl 2009. Doch wie schon bei früheren Bundestagswahlen beteiligte sich die jüngere Zielgruppe nur unterdurchschnittlich an der Abstimmung. Am geringsten war sie bei den 21- bis 24-Jährigen - lediglich 60,3 Prozent gingen ins Wahllokal. Mit steigendem Alter nahm die Wahlbeteiligung bis zu den 60- bis 69-Jährigen kontinuierlich zu. Die Ältesten waren auch die eifrigsten mit ihrem Gang zur Wahlurne. So beteiligten sich die 60- bis 69-Jährigen mit 79,8 Prozent am aktivsten an der Bundestagswahl 2013. Bei den über 70-Jährigen, die sich früher unterdurchschnittlich beteiligt hatte, war sogar erstmals bei der Bundestagswahl 2009 eine überdurchschnittliche Beteiligung registriert worden. Dieser Trend setzte sich auch 2013 fort.

CDU und SPD profitierten von den älteren Wählern

Während bei der SPD die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Stimmabgabe eher gering waren, gewann die CDU bei den Frauen mit 36,7 Prozent deutlich mehr Stimmenanteile als bei den Männern (31,4 %). Auch CSU und die Grünen hatten bei den Frauen ein besseres Ergebnis. Die Linke und die FDP hatten hingegen bei Männern einen größeren Rückhalt.
Über alle Altersgruppen hinweg war die CDU die stärkste Partei. Ihr bestes Wahlergebnis erzielte sie bei den Wählern ab 70 Jahren mit 43,6 Prozent. Auch die SPD profitierte von den älteren Wählern. Bei den Grünen zeigt sich ein umgekehrtes Bild: Während sie sich bei den bis zu 59-Jährigen zweistellige Stimmenanteile sicherte, fiel der Anteil bis zur ältesten Altersgruppe "ab 70" auf nur noch 3,3 Prozent ab.
Auffällig gut war bei der Bundestagswahl 2013 das Abschneiden der sonstigen Parteien - besonders bei den 18- bis 24-Jährigen (19,7 %). Dafür verantwortlich war vor allem die Partei "die Piraten" mit einem Anteil von 7,6 Prozent. Ihr Stimmenanteil nahm in den folgenden Altersgruppen jedoch konstant ab. Demgegenüber konnte die AfD in allen Altersgruppen bis 69 Jahre ein relativ konstantes Wählerpotenzial von rund fünf Prozent für sich erschließen. Die Unionsparteien und die SPD gewannen in allen Altersgruppen teilweise deutlich Stimmenanteile hinzu, während die FDP, Grünen und Die Linke durchweg Stimmen verloren. Besonders dramatisch waren die Stimmenverluste der FDP: Sie büßte in allen Altersklassen bis 60 Jahre mehr als zehn Prozentpunkte gegenüber 2009 ein.

Die Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik 2013 geben auch Aufschluss über die demografische Zusammensetzung der Wählerschaft der einzelnen Parteien: Die Wählerschaft der CDU rekrutierte sich zu rund 43 Prozent (CSU: 40 %) aus älteren Wählern ab 60 Jahren, bei der SPD zu 40 Prozent. Die Wählerschaft der FDP entsprach am ehesten der demografischen Zusammensetzung aller Wahlberechtigten. Bei den Grünen war fast 45 Prozent der Wählerschaft jünger als 45 Jahre.

Diese und weitere Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik sowie umfangreiche Tabellen und Übersichten sind im Heft 4 "Wahlbeteiligung und Stimmabgabe der Männer und Frauen nach Altersgruppen" in der Reihe der Veröffentlichungen des Bundeswahlleiters zur Bundestagswahl 2013 enthalten. Das Heft kann als PDF-Datei unter www.bundeswahlleiter.de heruntergeladen werden.

 

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