
Mit einer aus Holz produzierten Schallplatte will der WWF auf die Bedrohung des Regenwaldes aufmerksam machen. Der Clou: Die Waldzerstörung wird aus Sicht eines Baumes geschildert.
WWF und Jung von Matt/Neckar geben dem Regenwald eine Stimme
Am Amazonas geht pro Minute eine Waldfläche von vier Fußballfeldern verloren. Die Gründe: Viehzucht und der Anbau von Soja und anderen Agrarrohstoffen verschlingen gewaltige Flächen. Um auf die Bedrohung aufmerksam zu machen, haben der WWF, Berlin, und die Werbeagentur Jung von Matt/Neckar, Stuttgart, eine Schallplatte aus einem Baumstamm produziert. Darauf hält ein Urwaldriese aus dem Amazonas, ein Jatobá-Baum, ein leidenschaftliches Plädoyer für den Schutz des Waldes.
In Millimeterarbeit wurden, ähnlich den Jahresringen, Tonspuren mit einer Diamantnadel in die Oberfläche eingraviert. Das für die handgefertigten Platten verwendete Holz stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Schallplatten in limitierter Auflage können auf jedem konventionellen Plattenspieler abgespielt werden. Für eine authentische Kulisse sorgen Stimmen aus dem Regenwald.
Peter Gabriel, Gründer der Band Genesis, konnte ebenso für das Projekt begeistert werden wie der DJ Chris Liebing oder die Band Marteria. Der WWF wird in den kommenden Wochen auf weitere nationale und internationale Musiker, DJs und Radiosender zugehen, um das Projekt auf Blogs, Social-Media-Kanälen und in der Presse bekannt zu machen. Mit den erzielten Spenden erhofft sich der WWF einen nachhaltigen Beitrag für die Rettung des Amazonas-Regenwaldes und seiner Artenvielfalt zu leisten. Die Versteigerung einiger weniger Platten soll das Spendenaufkommen anschließend nochmals erweitern.
"Dass der Regenwald bedroht wird, hat man zwar schon oft gehört. Aber noch nie so: aus der Perspektive eines Baumes. Ziel der Idee ist es, auch Menschen für die Waldzerstörung zu sensibilisieren, die sich sonst nicht mit diesem Thema beschäftigen", erläutert Peter Waibel, Geschäftsführer der Agentur Jung von Matt/Neckar.
Weitere Informationen über das Projekt sind unter www.wwf.de/regenwald-stimme einzusehen.
Rebekka Hans 30.01.2014










