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Nachhaltige Stadtentwicklung: Bürger und Wissenschaftler reden mit

Zukunftskonferenz, Bürgerwerkstatt, Online-Befragung – die Bürgerbeteiligung in deutschen Kommunen boomt. Eine Evaluation von Wissenschaft im Dialog (WiD) mit Sitz in Berlin zeigt, dass Beteiligungsprojekte durch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern gewinnen können.

Neutrale wissenschaftliche Position wird wertgeschätzt

Die Evaluation zeigt, dass die Wertschätzung der Beiträge aus der Wissenschaft sowohl seitens der Kommunalverwaltungen als auch seitens der Bürger sehr hoch war: 76,7 Prozent der befragten Bürger erklärten, dass die Wissenschaftler interessante Informationen geliefert und neue Sichtweisen aufgezeigt hätten. Mitarbeiter in Kommunen hoben das kreative Potential der Bürgerbeteiligung hervor. Auch verwiesen sie darauf, dass eine neutrale und objektive Einschätzung der Wissenschaft zu einer Entlastung der Verwaltung führe.

"Der Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bürgern gelingt dann besonders gut, wenn echtes Interesse an Beteiligung und Kooperation zwischen den Akteuren da ist und die Zusammenarbeit von Transparenz, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit geprägt ist", fasst WiD-Geschäftsführer Markus Weißkopf zusammen.

Bund fördert Bürgerbeteiligung

15 Kommunen waren im Rahmen der Fördermaßnahme "ZukunftsWerkStadt" im Wissenschaftsjahr 2012 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert worden. Sie erhielten die Möglichkeit, gemeinsam mit Bürgern und unter wissenschaftlicher Begleitung an der nachhaltigen Entwicklung ihrer Kommune zu arbeiten und verwirklichten Projekte zu Themen wie Klima und Verkehr oder der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Durch eine weitere Förderperiode erhalten die Kommunen nun die Möglichkeit, die Umsetzung der Projektergebnisse weiter voranzutreiben. Langfristig werden die Projekte neben den konkreten inhaltlichen Resultaten vor allem auch Effekte nach sich ziehen, die den Beteiligungsprozess betreffen. So kann zukünftig auf bestehende Netzwerke zurückgegriffen werden und Verfahren, Methoden oder Techniken können auf andere Themenbereiche ausgeweitet werden.

Die Erfahrungen aus den evaluierten Beteiligungsprojekten können darüber hinaus hilfreich für andere Kommunen sein, die im Dialog zwischen Kommune, Wissenschaft und Öffentlichkeit eine nachhaltige Entwicklung gestalten wollen.

 

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