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Deutsche spenden 2013 mehr als im Tsunami-Jahr

Die Deutschen haben im Jahr 2013 insgesamt 4,7 Milliarden Euro gespendet. Damit erreicht das Volumen der privaten Spenden Rekordniveau. Ausschlaggebend für diesen Anstieg des Spendenvolumens waren die Flutkatastrophe in Deutschland und der Taifun Haiyan auf den Philippinen. Das bedeutet ein deutliches Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die GfK-Studie "Bilanz des Helfens", die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird.

Rund 34 Prozent der Deutschen im Alter von über zehn Jahren spendeten im Jahr 2013 an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Die Zahl der Spender stieg somit um knapp vier Prozent auf 23,3 Millionen Personen. "Damit wurde selbst im Tsunami-Jahr 2005 weniger gespendet als im vergangenen Jahr" so Daniela Felser, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. Dies ist auch auf eine deutliche Steigerung der durchschnittlichen Höhe pro Spende von 29 auf 33 Euro zurückzuführen. Die Spendenhäufigkeit ging dagegen von durchschnittlich 6,5 Spenden pro Jahr auf 6,2 Spenden zurück.

Deutlich mehr Spenden für die Katastrophenhilfe

Ausschlaggebend für die positive Entwicklung des Spendenvolumens waren die Hochwasserkatastrophe in Deutschland und der Taifun Haiyan auf den Philippinen. Im November und Dezember spendeten die Deutschen 365 Millionen Euro für die Not-/Katastrophenhilfe. Das sind 251 Millionen Euro mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Mehreinnahmen für die Katastrophenhilfe sind zu etwa 60 Prozent auf neue Spender oder Mehrausgaben bestehender Spender zurückzuführen. Rund 95 Millionen gingen dafür jedoch in den Monaten November und Dezember zu Lasten anderer Spendenzwecke, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe. Die Spenden für die Katastrophen wurden vor allem durch die Medien angestoßen. Sowohl bei der Flut in Deutschland als auch bei der Katastrophe auf den Philippinen waren die Medien das wichtigste Mittel, um Spenden zu gewinnen.

Jüngere Menschen spenden mehr Zeit

Die Anzahl der unter 40-Jährigen,die sich ehrenamtlich engagieren, ist im verganegnen Jahr um drei Prozentpunkte auf 37 Prozent gestiegen. "Gerade jüngere Menschen ziehen das eigene Engagement in Katastrophengebieten einer Geldspende vor. Dieser Trend zeichnete sich bereits bei der Hochwasserkatastrophe in Deutschland im vergangenen Jahr ab", sagt Felser. Der Anteil der Geldspender blieb dagegen bei nur 19 Prozent stabil.

Über die Studie

Die 'Bilanz des Helfens' im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V., Berlin, ist ein Teilergebnis der Studie GfK CharityScope, die auf kontinuierlichen schriftlichen Erhebungen bei einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Panelteilnehmern basiert. Mit GfK CharityScope ermittelt GfK im Auftrag des Deutschen Spendenrats e.V. fortlaufend Daten zum Spendenverhalten von privaten Verbrauchern in Deutschland. Unter anderem werden Spendenvolumen, Spendenhöhe und bevorzugte Tätigkeitsbereiche abgefragt. Als Spende zählen die von deutschen Privatpersonen freiwillig getätigten Geld-, Sach- und Zeitspenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- sowie Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen. Nicht enthalten sind Erbschaften und Unternehmensspenden, Spenden an politische Parteien und Organisationen und gerichtlich veranlasste Geldzuwendungen, Stiftungsneugründungen und Großspenden über 2.500 Euro.

 

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