
Hintergrund zum Rücktritt des designierten Präsidenten der BTU Cottbus–Senftenberg Jochen Zimmermann
Nachdem völlig unerwartet der designierte Gründungspräsident der BTU Cottbus–Senftenberg Jochen Zimmermann noch vor seinem Amtsantritt seinen Rückzug erklärte, kündigt der Gründungsbeauftragte der BTU Cottbus–Senftenberg, Dr. Birger Hendriks (FOTO), die Bildung einer Steuerungsgruppe in enger Abstimmung mit dem Gründungssenat an. Diese kleine aus Leitung und Gremium zusammen gesetzte Arbeitsgruppe soll nun intensiv an Strukturentwicklung und Profilierung der Universität arbeiten.
"Wir setzen unsere Vorarbeiten zur Weiterentwicklung unserer Universität fort. Die ersten Vorstellungen haben wir seit 1. Juli 2013 kontinuierlich vorangetrieben und werden sie so zum Ziel führen, dass der Gründungspräsident oder die Gründungspräsidentin auf deren Basis das Struktur- und Entwicklungskonzept fertigstellen und den Gremien vorlegen kann!“
In diesen Entwicklungsplänen für die Profilierung der BTU Cottbus–Senftenberg gehe es um prinzipielle Fragen wie: welche Forschungsfelder sind im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zukunftsweisend oder wie die künftige Personalstruktur in Forschung und Lehre aussehen soll. "Ich rechne damit, dass wir bis zum Jahresende ein umfängliches Konzept vorliegen haben", so Dr. Hendriks.
Public Marketing führte im September vergangenen Jahres ein Interview mit Dr. Birger Hendriks, der seit Anfang Februar als Gründungsbeauftragter der BTU agiert (s. Public Marketing 10/2013). Darin spricht er über die Herausfoderungen als Interimschef uns die Vermarktung der BTU Cottbus-Senftenberg. Die neue Universität ist aus der BTU Cottbus und der Hochschule Lausitz (FH) hervorgegangen. Die Zusammenlegung war von Anfang an umstritten.
Zimmermann war von einer Findungskommission nominiert worden, der der Staatssekretär von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst sowie acht Mitglieder der "alten" BTU und der FH Lausitz angehörten. Anfang des Jahres stimmten im Gründungssenat laut BTU 20 Personen für und elf gegen Zimmermann. Ursprünlich sollte der 48-Jährige, der Dekan der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen ist, sein Amt zum 1. Juni 2014 antreten. Zu seiner Entscheidung, der BTU abzusagen, hätten ihn sowohl sachliche als auch persönliche Gründe bewogen. Das erklärt Zimmermann in einem offenen Brief an Ministerin Kunst (im Wortlaut), der auf der Website des "Tagesspiegels" nachzulesen ist. Darin heißt es unter anderem: "Sie hatten der Öffentlichkeit eine auf Energie- und Umweltfragen fokussierte Universität neuen Typs als Erfolgsmodell vorgegaukelt. In der Vorbereitung auf mein Amt ist mir immer klarer geworden, mit welchen politischen Instrumenten bei der Planung gearbeitet wurde und wie fernab jeder Realität Modelle und Entscheidungsgrundlagen des Ministeriums waren." (Fotocopyright: BTU Cottbus-Senftenberg)
"Wir setzen unsere Vorarbeiten zur Weiterentwicklung unserer Universität fort. Die ersten Vorstellungen haben wir seit 1. Juli 2013 kontinuierlich vorangetrieben und werden sie so zum Ziel führen, dass der Gründungspräsident oder die Gründungspräsidentin auf deren Basis das Struktur- und Entwicklungskonzept fertigstellen und den Gremien vorlegen kann!“
In diesen Entwicklungsplänen für die Profilierung der BTU Cottbus–Senftenberg gehe es um prinzipielle Fragen wie: welche Forschungsfelder sind im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zukunftsweisend oder wie die künftige Personalstruktur in Forschung und Lehre aussehen soll. "Ich rechne damit, dass wir bis zum Jahresende ein umfängliches Konzept vorliegen haben", so Dr. Hendriks.
Public Marketing führte im September vergangenen Jahres ein Interview mit Dr. Birger Hendriks, der seit Anfang Februar als Gründungsbeauftragter der BTU agiert (s. Public Marketing 10/2013). Darin spricht er über die Herausfoderungen als Interimschef uns die Vermarktung der BTU Cottbus-Senftenberg. Die neue Universität ist aus der BTU Cottbus und der Hochschule Lausitz (FH) hervorgegangen. Die Zusammenlegung war von Anfang an umstritten.
Zimmermann war von einer Findungskommission nominiert worden, der der Staatssekretär von Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst sowie acht Mitglieder der "alten" BTU und der FH Lausitz angehörten. Anfang des Jahres stimmten im Gründungssenat laut BTU 20 Personen für und elf gegen Zimmermann. Ursprünlich sollte der 48-Jährige, der Dekan der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bremen ist, sein Amt zum 1. Juni 2014 antreten. Zu seiner Entscheidung, der BTU abzusagen, hätten ihn sowohl sachliche als auch persönliche Gründe bewogen. Das erklärt Zimmermann in einem offenen Brief an Ministerin Kunst (im Wortlaut), der auf der Website des "Tagesspiegels" nachzulesen ist. Darin heißt es unter anderem: "Sie hatten der Öffentlichkeit eine auf Energie- und Umweltfragen fokussierte Universität neuen Typs als Erfolgsmodell vorgegaukelt. In der Vorbereitung auf mein Amt ist mir immer klarer geworden, mit welchen politischen Instrumenten bei der Planung gearbeitet wurde und wie fernab jeder Realität Modelle und Entscheidungsgrundlagen des Ministeriums waren." (Fotocopyright: BTU Cottbus-Senftenberg)
Yvonne Wodzak 03.04.2014









