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Prof. Dr. Peter Schäfer ist neuer Direktor des Jüdischen Museums

Der Stiftungsrat der Stiftung Jüdisches Museum Berlin (JMB) hat in seiner heutigen Sitzung auf Vorschlag der Kulturstaatsministerin Prof. Dr. Peter Schäfer einstimmig zum neuen Direktor des JMB berufen. 

"Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, mit Prof. Schäfer einen international wirkenden und renommierten Experten der Judaistik als neuen Direktor des Jüdischen Museums Berlin zu gewinnen. "Peter Schäfer kommt aus Berlin und kann mit seinen vielfältigen Kontakten in die jüdische Welt, vor allem nach Israel und in die USA, in hervorragender Weise für die Verständigung in diesem sensiblen Feld wirken. Ich bin mir sicher, dass er das Werk von Prof. Blumenthal engagiert fortführen, an die bisherigen Erfolge des Hauses anknüpfen und eigene Akzente setzen wird", erklärt Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Prof. W. Michael Blumenthal, der bisherige Direktor des JMB, wird sein Amt zum 1. September 2014 auf eigenen Wunsch niederlegen, dem JMB jedoch weiterhin in beratender Funktion als Gründungsdirektor zur Verfügung stehen.

Sein Nachfolger, Prof. Dr. Peter Schäfer, ist einer der international angesehensten Judaisten der heutigen Zeit, dessen wissenschaftliches Werk einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der Geschichte, Literatur und Theologie des antiken und frühmittelalterlichen Judentums darstellt. Schäfer promovierte und habilitierte in Judaistik und lehrte in der Folgezeit zunächst an den Universitäten Tübingen, Köln und der Freien Universität Berlin, bevor er 1998 an die Princeton University in den USA ging. Dort wurde er Inhaber des Ronald O. Perelman-Lehrstuhls und 2005 Direktor des Studienprogramms in Judaistik. Für sein wissenschaftliches Werk wurde er unter anderem mit dem Leibniz-Preis und dem renommierten Andrew W. Mellon Foundation Distinguished Achievement Award geehrt.

Die Stiftung Jüdisches Museum Berlin, eine bundesunmittelbare Stiftung öffentlichen Rechts, hat das Ziel, jüdisches Leben in Berlin und Deutschland zu erforschen und darzustellen sowie einen Ort der Begegnung zu schaffen. Finanziert wird die Stiftung mit einem jährlichen Zuschuss von über 13 Millionen Euro aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

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