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Tourismusstudie für Nationalparkregion vorgestellt

Wirtschafts- und Tourismusministerin Eveline Lemke und Umweltministerin Ulrike Höfken haben gestern die Studie "Potenziale für eine Tourismusentwicklung und deren regional-ökonomische Effekte eines potenziellen Nationalparks" des Alpenforschungsinstituts (AFI) der Hochschule München, Fakultät für Tourismus, vorgestellt. Zur untersuchten Nationalparkregion zählen die Gebiete Hunsrückhaus, Wildenburg, Keltischer Ringwall und Saar-Hunsrück-Steig.

Wie kann man diese Highlights in Verbindung mit dem Nationalpark stärken? Wie kann die heimische Bevölkerung davon profitieren? Diesen Fragen hat sich das Gutachten des Alpenforschungsinstituts gewidmet. Es liefere erstmalig eine ausführliche Bestandsaufnahme der Situation vor Ort, so Ministerin Lemke. "In Gastronomie und Hotellerie, in den Dörfern oder bei der Infrastruktur: Es wird deutlich, für alle Akteure in der Region ist noch viel zu tun, um den Tourismus zu beleben." Der Nationalpark könne ein Impulsgeber für den Tourismus werden, zitieren die Ministerinnen die Studie.

Nationalpark als Impulsgeber für den Tourismus

"Die Studie zeigt auch, dass der Tourismus mit den Menschen vor Ort und mit der regionalen Entwicklung – etwa der Dorfbilder oder der Mobilität – voran kommen kann. Das bestätigt den Weg, den wir mit unserem Landeskonzept bereits eingeschlagen haben und der in der Region bereits angegangen wird, zum Beispiel mit dem Projekt 'Gut verNETZt – Servicequalität' in Birkenfeld mit der Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH und dem Hotel und Gaststättenverband Dehoga", so Umweltministerin Höfken.

Das Gutachten formuliere unter anderem Handlungsempfehlungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen, ganzheitlichen touristischen Entwicklung. "Diese können Kommunen und touristische Leistungsträger aufgreifen, um ihre Einnahmen, ihre regionale Wertschöpfung zu erhöhen", stellten Lemke und Höfken klar. Die Landesregierung wolle diese dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten beraten und unterstützen, zum Beispiel durch die Entwicklung regionaler Speisekarten, einer Mobilitätsstudie und der Veränderung von Dorfbildern. Laut Gutachten können nach zehn Jahren Entwicklung der Region durch den Nationalpark 110.000 Übernachtungen, 240.000 Tagesbesucher und etwa 200-240 zusätzliche Arbeitsplätze in die Region gezogen werden. "Wie hoch die regionalen Wertschöpfungseffekte tatsächlich ausfallen, das hängt maßgeblich davon ab, wie weit die Akteure die regionalen Wirtschaftskreisläufe insgesamt optimieren", sagt Professor Thomas Bausch, einer der Gutachter des AFI.

Das Gutachten finden Interessierte online zum Download unter www.mwkel.rlp.de/Wirtschaft/Tourismus/Nationalpark-Hunsrueck-Hochwald/


Foto: Gerhard Hänsel

 

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