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Vor allem der Leerstadt in den Innenstädten bereitet den Akteuren große Sorgen; Grafik: Cima

Innenstädte vermarkten sich online mehrheitlich gemeinsam

Die Cima Beratung + Management GmbH hat eine Studie zu gemeinsamen Online-Marketing-Aktivitäten von Innenstädten veröffentlicht. Für die Analyse "Gemeinsam Online? Digitale City-Initiativen in Niedersachsen" wurden 75 niedersächsische Kommunen ab 3.000 Einwohner befragt. Das Spektrum deckt die Großstädte Hannover (>500.000 Einwohner), Braunschweig (>200.000 Einwohner) sowie Oldenburg und Osnabrück (>150.000 Einwohner) ab, aber auch Kommunen wie Rieste, Lamstedt und Cadenberge (>3.000 Einwohner). Insgesamt nahmen 126 Akteuren aus Kommunen, Stadtmarketingorganisationen und Werbegemeinschaften an der Umfrage teil.

E-Commerce bereitet Kommunen große Sorgen

Die große Mehrheit der Befragten bereitet der wachsende Online-Handel große Sorgen. Seit Jahren weist der E-Commerce zweistellige Wachstumsraten auf - bei weitgehender Stagnation im stationären Geschäft. Neben der Zunahme von Leerständen rechnen die Befragten mit Umnutzungen in ihren Zentren: Mehr Gastronomie, mehr Dienstleister, mehr Wohnen. Das Gesicht der Innenstädte wird sich wandeln, das erwarten viele der befragten Städte und Gemeinden. Im Einzelhandel werden sich nach Meinung der Befragten eher solche Betriebsformen durchsetzen, die sich durch ein Standbein im Online-Geschäft absichern können. Multi-Channel-Anbieter oder Showrooming, bei dem der stationäre Laden als (temporäre) Bühne für das Online-Geschäft dient, werden bei einigen als Konzepte der Zukunft angesehen, zeigt die Cima-Studie.

Gemeinsame Vermarktung der Innenstadt

85 Prozent der Befragten vermarktet ihre Innenstadt bzw. die Ortskerne gemeinsam mit anderen Akteuren. Die Mehrheit geht mit der Werbung für ihr innerstädtisches Angebot dorthin, wo sich die Kunden und Besucher zunehmend bewegen: im Internet. 60 Prozent der Befragten wirbt laut Cima in einer Kombination aus On- und Offline- Aktivitäten gemeinsam für ihre Zentren. Ein Viertel der Teilnehmer wirbt nach wie vor ausschließlich in Kanälen außerhalb des Internets. 15 Prozent der Befragten geben an, keine gemeinschaftliche Vermarktung des innerstädtischen Angebotes zu machen.

"Die Ergebnisse sind wenig zufriedenstellend, denn auf die oft gestellte Frage, ob der innerstädtische Handel wirklich 'online' ist, kann man nur antworten: Nein. Aber es wird besser. Mein Appell: Die Innenstadt-Akteure müssen das Heft in die Hand nehmen und die digitale Transformation Ihrer Innenstadt voranbringen", sagt Cima-Projektleiter Martin Kremming.

Die vollständige Studie "Gemeinsam online? Digitale City-Initiativen in Niedersachsen" steht kostenlos zum Download bereit.

Auch PUBLIC MARKETING beschäftigt sich in der April-Ausgabe mit dem Thema Innenstadt-Handel. Beleuchtet werden u.a. die ausgezeichneten Städte der IFH-Studie "Vitale Innenstädte" und ihr Erfolgsgeheimnis (Leseprobe). Weitere Heften-Themen finden Interessierte hier.

 

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